Neuigkeiten und Wissenswertes rund um die Fakultät für Angewandte Gesundheits- und Sozialwissenschaften.
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Editorial

Sehr geehrte Damen und Herren,
hiermit präsentieren wir Ihnen den 13. Newsletter der Fakultät für Angewandte Gesundheits- und Sozialwissenschaften (GSW) der Technischen Hochschule Rosenheim. Seit der letzten Ausgabe im Frühjahr 2020 hat sich wieder einiges bewegt. Die Corona-Pandemie hat den Alltag an der Fakultät nach wie vor fest im Griff. Über aktuelle Neuigkeiten und Projekte möchten wir Sie gerne in diesem Newsletter informieren. Für Rückfragen, Projekt- oder Themenanregungen kommen Sie gerne auf uns zu.

Auf diesem Wege bedanken wir uns herzlich, für Ihre Unterstützung und Ihr Engagement in diesem nicht ganz einfachen Jahr! Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien eine wunderbare Weihnachtszeit, mit besonders einzigartigen und schönen Momenten!

Herzliche Grüße
Prof. Dr. Sabine Ittlinger
Dekanin der Fakultät GSW

Aktuelles aus der Fakultät

Herzlich willkommen!
Die Fakultät GSW begrüßt neue Mitarbeiter
Im November 2020 begrüßt die Fakultät GSW Regina Thalhammer als Lehrkraft für besondere Aufgaben im Studiengang Pflegewissenschaft. Frau Thalhammer hat bisher als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der F&E gearbeitet. Laura Koch ist zurück aus der Elternzeit und übernimmt wieder die Aufgabe der Studiengangassistentin MGW. Die Assistentin der Fakultät, Anna Laböck, verabschiedete sich im Juli in die Elternzeit. Ihre Aufgaben hat Katharina Lehmann übernommen, die bisher Studiengangassistentin von MGW war. Das Team des Forschungsprojekts DeinHaus4.0 begrüßt die wissenschaftlichen Mitarbeitenden Sonja Engelhardt, Andrea Kastl, Leopold Kardas, Elisabeth LöckerCarola Nick, Claudia Oestreich, Yvonne Rauner und Sabine Wallner. Die Projektkoordination übernimmt Henrike Martius. Das Team des Forschungsprojekts MobilE-PHY2 begrüßt Theresia Lechner (wissenschaftliche Mitarbeiterin).

Covid-19
Das Wintersemester 2020/21 in Zeiten der Corona- Krise
Die Corona-Krise führt auch an der Technischen Hochschule Rosenheim, deren Fakultäten und Abteilungen immer noch zu zahlreichen Umstrukturierungen und Neuplanungen. So startete das Wintersemester 2020/21, bis auf ein paar Ausnahmen, erneut online. Der Hochschulbetrieb läuft nach wie vor eingeschränkt, der Campus ist nur vereinzelt mit Studierenden gefüllt.  Mitarbeiter*innen und Dozent*innen arbeiten immer noch überwiegend im Homeoffice, weshalb einige Abteilungen derzeit nur per E-Mail und Telefon erreichbar sind. Die Lizenzen für Online-Tools, die für die digitale Lehre oder Meetings genutzt werden, wurden verlängert. Für die physiotherapeutischen Übungen am Probanden wurde ein umfangreiches Hygienekonzept entwickelt. Es ist davon auszugehen, dass der Hochschulbetrieb bis auf weiteres in diesem Maße weiterläuft.

Schiedsstelle Soziale Pflegeversicherung
Bestellung von Prof. Schloßer zum unparteiischen Mitglied der Schiedsstelle
Prof. Dr. iur. Philipp Schloßer wurde im August 2020 zum unparteiischen Mitglied der Schiedsstelle Soziale Pflegeversicherung bestellt. Er ist damit neben dem vorsitzenden Mitglied und einem weiteren Mitglied eines von drei unparteiischen Mitgliedern. Gemäß § 76 SGB XI bilden die Landesverbände der Pflegekassen und die Vereinigungen der Träger der Pflegeeinrichtungen gemeinsam für jedes Bundesland eine Schiedsstelle. Der Schiedsstelle obliegen im Wesentlichen zwei Aufgaben. Sie bestimmt den Inhalt der Rahmenverträge zur näheren Ausgestaltung der zweckmäßigen und wirtschaftlichen Versorgung der Versicherten, soweit sich die Vertragspartner ganz oder teilweise nicht einigen können. Des Weiteren setzt die Schiedsstelle bei Nichteinigung der Vertragsparteien die Vergütung für die häusliche Pflege sowie bei der stationären Versorgung die Pflegesätze und die Entgelte für Unterkunft und Verpflegung fest.

Erfolgreicher Start des Studiengangs Unternehmensführung für Gesundheitsberufe B.Sc. an der TH Rosenheim
UfG Studienanfänger*innen mit Studiengangsleitung Herrn Prof. Dr. Robert Ott (l., stehend) und Dozent Herrn Prof. Dr. Gerhard Mayr (r., stehend) in der ersten Vorlesung am 2. Oktober 2020
Zwölf Studierende begannen im Herbst 2020 ihr berufsbegleitendes Studium an der Technischen Hochschule Rosenheim im neuen Bachelor-Studiengang „Unternehmensführung für Gesundheitsberufe“. Auf die zehn Frauen und zwei Männer warten acht bis neun spannende Semester, in welchen sie theoretische und praktische Kenntnisse aus den Bereichen Methodenwissen, wirtschaftliche und juristische Grundlagen, allgemeines gesundheitswirtschaftliches Praxiswissen und Methoden- und Praxiswissen im Krankenhaus erwerben werden. Dabei eignet sich die Gruppengröße bestens, da es sich leicht in Teams zusammenarbeiten lässt und grundsätzlich bereits ein sehr freundschaftliches Klima zwischen den Studierenden herrscht. Die Motivation war stark zu spüren, als sich Studienanfänger*innen, Professoren und Programm-Management bei der Auftaktveranstaltung am 25. September 2020 kennenlernten. Die meisten Studierenden besitzen einen pflegerischen Hintergrund und kommen aus Kliniken in einem Umkreis von ca. 80 km um Rosenheim. Sie befinden sich in verschiedenen Karrierestufen und in einem Alter von etwa 25 bis 50 Jahren. Um eine gute Vereinbarkeit von Familie, Beruf und Studium zu gewährleisten, wird viel Wert auf Erarbeitung der Lehrinhalte in Selbstlerneinheiten gelegt, die über eine eigene online-Plattform jederzeit zur Verfügung stehen. Die zugehörigen Präsenzveranstaltungen zur Einübung und Vertiefung des Lernstoffs werden an ca. 12-16 Freitagen pro Semester am Campus Rosenheim abgehalten. Coronabedingt können die Vorlesungen aber jederzeit auch online abgehalten werden. Wir wünschen den Studierenden einen guten Start und weiterhin viel Erfolg im Studium! 
Die nächsten Info-Abende zum Studienstart im Oktober 2021 sind am 19.01.2021 / 23.02.2021 / 24.03.2021 jeweils um 18:00 Uhr online per Videokonferenz. Zur Anmeldung wenden Sie sich bitte an das Programm-Management anita.friedl@th-rosenheim.de. Weitere Informationen zum Studiengang finden Sie auf unserer Homepage.


Studiengang Management in der Gesundheitswirtschaft

Neuer Kooperationspartner
Zusammenarbeit des Studiengangs MGW mit der AMEOS Gruppe
Um den Studierenden eine weitere Möglichkeit zu geben, einschlägige praktische Erfahrungen in Gesundheitseinrichtungen im Rahmen ihrer Ausbildung zu sammeln,  freuen wir uns, mit der AMEOS Gruppe ein weiteres Unternehmen gefunden zu haben, welches die Zusammenarbeit als Kooperationspartner mit dem Studiengang MGW anstrebt. In der Region Süd der AMEOS Gruppe stehen 13 Einrichtungen an 10 Standorten zur Verfügung, in denen Studierenden die Möglichkeit der praktischen Ausbildung in Form eines Praktikums angeboten werden soll. Der Letter of Intent wurde im Oktober 2020 unterzeichnet und die folgenden Gespräche zur Ausarbeitung des Kooperationsvertrages im Sinne dieser Absichtserklärung und mit dem Ziel eines zügigen Vertragsabschlusses wurden aufgenommen.

Prozessmanagement im Krankenhaus
Modul "Steuerung klinischer Prozesse" im 7. Semester
Im Modul „Steuerung klinischer Prozesse“, welches im Schwerpunkt Krankenhausmanagement des Studiengangs Management in der Gesundheitswirtschaft im 7. Semester gelesen wird, dreht sich alles um das Prozessmanagement im Krankenhaus. Dieses ist aufgrund der Vielzahl an handelnden Personen und den damit entstehenden Schnittstellen sowie den stetig steigenden Anforderungen an die Qualität und die Wirtschaftlichkeit ein wichtiges Themenfeld im Klinikalltag. Die Studierenden sollen deshalb in diesem Modul ihr bisher im Studium erworbenes Wissen anhand zweier konkreter Prozesse anwenden und diese im Rahmen einer Seminararbeit detailliert analysieren, Schwachstellen ermitteln und Optimierungsmöglichkeiten aufzeigen. Im Wintersemester 2020/21 sollen die beiden Prozesse „Notaufnahme“ sowie „Wäscheversorgung“ betrachtet werden. Kernpunkt der Veranstaltung ist auch das Erleben der Prozesse in Kliniken und die direkte Diskussion mit den Verantwortlichen vor Ort. Es wurden deshalb Exkursionen an die München Klinik Bogenhausen, die Schön Klinik Vogtareuth sowie das RoMed Klinikum Rosenheim (jeweils Prozess Notaufnahme) und das Behandlungszentrum Aschau sowie Textilservice Stangelmayer (jeweils Prozess Wäscheversorgung) geplant. Zudem wurde ein Workshop für Lean Management von Herrn Karl (Schön Klinik Vogtareuth) und ein Überblick über die Prozesslandschaft im Krankenhaus von Herrn Frank (Klinikum Traunstein) angeboten. Aufgrund der Pandemie-Situation mussten die für November geplanten Exkursionen leider komplett auf Online umgestellt werden. Im Rahmen von Videokonferenzen wurden Fotos gezeigt und die Prozesse von den Experten vorgestellt. Die Studierenden erhielten Antworten auf ihre vielen Fragen und sollen nun im Anschluss, unterstützt durch Literatur- und Internetrecherchen, im Rahmen einer Gruppenarbeit die Studienarbeit fertigstellen und ihre Ergebnisse vor den Dozenten dieses Moduls, Herrn Prof. Dr. Ott, Herrn Prof. Dr. Schloßer und dem Lehrbeauftragten Dr. Guderjahn (Klinikleiter München Klinik Bogenhausen), präsentieren.


Studiengang Physiotherapie

'Advent, Advent ein Lichtlein brennt...!
Digitaler Motivator für die Adventszeit
Studierende im 7. Semester des Studiengangs Physiotherapie erstellten im Zuge eines Projekts im Modul "Ergonomie" bei Frau Prof. Wildmoser einen digitalen Adventskalender. Bis Weihnachten öffnet sich auf dem Instagram Account ‚physiotherapie_th_rosenheim‘ jeden Tag ein Türchen mit einer Übung zum Mitmachen – ein kleiner Impuls, sich mehr zu bewegen, kurz abzuschalten und den Büro-, Hochschul- und Arbeitsalltag für ein paar Minuten hinter sich zu  lassen. Die Videos werden zusätzlich im Learning Campus und auf Facebook veröffentlicht.
Die Physiotherapie-Studierenden freuen sich über die vielen Follower und das zahlreiche positive Feedback und wünschen allen eine schöne und besinnliche Adventszeit, ein frohes Weihnachtsfest und einen beschwingten Rutsch in ein gesundes neues Jahr!
Exkursion der PHY-Studierenden zur PMU in Salzburg
Modul "Vertiefung Anatomie und Physiologie"
Auch in diesem Jahr reiste das 2. Semester des Studiengangs Physiotherapie zur Paracelsus Medizinischen Privatuniversität in Salzburg. Am 20. Juli 2020 besuchten die Studierenden, geteilt in zwei Gruppen, zusammen mit Frau Carolin Niemietz und Frau Claudia Hodek im Rahmen des Moduls Vertiefung Anatomie und Physiologie das anatomische Institut. Das in den Vorlesungen theoretisch erarbeitete Wissen konnte direkt auf menschliche Präparate übertragen und vertieft werden. An sieben verschiedenen Stationen mit je 2-4 Präparaten wurde die Vorstellungskraft verbessert und der Aufbau eines menschlichen Körpers in mehreren Dimensionen  veranschaulicht. Zusätzlich konnten die Studierenden auf die Expertise von medizinischen Präparatoren zurückgreifen, die ihr Arbeiten am Objekt darstellten. Die Studierenden können nun gestärkt in die bevorstehende Prüfungszeit starten.

Studiengang Pflege(wissenschaft)

Forschung aus der Praxis für die Praxis
Moduel "Angewandte Pflegeforschung"
Im vergangenen Sommersemester befassten sich Studierende des 7. Semesters des Studiengangs Pflege wieder mit Fragestellungen aus der Pflegepraxis, die sie mit wissenschaftlichen Methoden bearbeiteten. Darin wurden sie unterstützt von Prof. Dr. Katharina Lüftl und Prof. Dr. Martin Müller und präsentierten die erfolgreichen Projekte virtuell vor den Auftraggebern und ihren Kommiliton*innen. Besonders hervorzuheben sind drei Forschungsarbeiten, die auch auf der Homepage publiziert sind. Martina Wagner und Julia Wörndl befassten sich in Zusammenarbeit mit der Caritas Rosenheim mit der Frage, inwieweit eine Kooperation zwischen präventiven Hausbesuchen und Pflegeberatung gelingen kann. In Zusammenarbeit mit dem kbo-Inn-Salzach-Klinikum Wasserburg a. Inn entwickelten Melanie Feller und Anna Roßrucker unter dem Motto „Beziehung im Mittelpunkt der Pflege“ einen Vorschlag zur Implementierung des Konzepts der personzentrierten Pflege von Menschen mit Demenz. Luisa Seeleitner und Ludwig Hingerl analysierten die Literatur nach belastbarer wissenschaftlicher Evidenz im Umgang mit Delir im Akutkrankenhaus. Kooperationspartner hier war das RoMed-Klinikum. Auch im kommenden Sommersemester möchten sich die Studierenden des 7. Semesters wieder mit spannenden Fragen aus der Praxis beschäftigen und dort zeigen, welchen Beitrag die Pflegewissenschaft zur Praxisentwicklung leisten kann. Vorschläge für Projektthemen oder Fragestellungen nehmen wir gerne unter pflege@th-rosenheim.de entgegen.

Innovatives Studiengangskonzept
Freude über den gelungenen Start des Studiengangs "Pflegewissenschaft B.Sc."
Mit 23 Studierenden konnte zum Oktober der neue Studiengang Pflegewissenschaft (B.Sc.) starten. Das innovative Studiengangskonzept zeichnet sich neben den neuen berufsrechtlichen Regelungen durch eine eigene Studierendenklasse an der Pflegeschule der RoMed Kliniken aus. Träger der praktischen Ausbildung sind neben den RoMed-Kliniken auch das kbo-Inn-Salzach-Klinikum Wasserburg a. Inn und die Kliniken Südostbayern-AG in Traunstein. Ab Oktober 2021 wird auch das Berufliche Schulzentrum Mühldorf a. Inn eine eigene Studierendenklasse eröffnen. Besonders attraktiv ist, dass das bayernweit einzigartige Rosenheimer Modell eine Ausbildungsvergütung für die Studierenden ermöglicht. Nach dreieinhalb Jahren erwerben sie den europaweit anerkannten Berufsabschluss Pflegefachfrau (B.Sc.) oder Pflegefachmann (B.Sc.). Auch vier examinierte Pflegekräfte haben ihr Studium neben dem Beruf aufgenommen um sich zukunftsorientiert in der Pflegewissenschaft weiterzubilden. 
Das Team des Studiengangs Pflegewissenschaft begrüßt alle „Erstsemestler“ herzlich! Wir beglückwünschen Sie zu Ihrer Entscheidung für die Pflege und freuen uns darauf, Ihren Weg zum erfolgreichen Bachelorabschluss zu begleiten.

Neues Skills- und Simulationslabor Pflege am Campus (Rosenheim) errichtet
Förderung des Praxisbezugs in der Hochschullehre
Im Wintersemester 2020/21 konnten die neuen Räumlichkeiten des Skills- und Simulationslabors Pflege am Standort Rosenheim nach aufwändigen Planungen von Prof. Dr. Katharina Lüftl und nötigen baulichen Veränderungen im Erdgeschoß des W-Gebäudes bezogen werden. Ein wichtiger Schritt für die Förderung des Praxisbezugs in der Hochschullehre! Im Großteil der Module des neuen Studiengangs Pflegewissenschaft (B.Sc.) sind praktische Lerneinheiten im Skillslab verankert. Skillslab-Lehre zielt mit verschiedenen Formaten des simulationsbasierten Lernens darauf ab, theoretische und praktische Kenntnisse in speziell konzipierten, der pflegeberuflichen Realität nachempfundenen Lernsituationen zusammenzuführen, einzuüben, zu reflektieren und zu festigen. Auch Skillstrainings zu pflegerischen Einzelaufgaben sind in die Lehre integriert und werden mit reflexionsfördernder Videoaufzeichnung zum größtmöglichen Nutzen für Studierende eingesetzt. Die Studierendenklasse der RoMed Pflegeschule integriert die Labore auch in den fachpraktischen Unterricht.
Online-Expert*innen-Workshop
Projekt "Systematisch wissenschaftlichen Nachwuchs für Gesundheitsstudiengänge begleiten und binden" - HiPo-Health
Im Rahmen des Bund-Länder-Programms „Förderung der Gewinnung und Entwicklung von professoralem Personal an Fachhochschulen“ (FH-Personal) untersuchte ein Team der Fakultät GSW unter Leitung von Prof. Dr. Katharina Lüftl und Prof. Dr. Martin Müller mit den wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen Dr. Friederike Link und Caren Horstmannshoff, M.Sc. Wege von Pflegepersonen in HAW-Professuren mit Hilfe von Expert*innen-Interviews. Lokale Barrieren und Förderfaktoren wurden mit einer SWOT-Analyse identifiziert. Zum Projektabschluss stand ein Online-Workshop auf dem Programm, bei dem zentrale zukünftige Strategien zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses diskutiert wurden wie Kooperationen mit der Pflegepraxis und Kooperationen mit anderen Hochschulen. Insgesamt nahmen an dem 4-stündigen Workshop 25 Personen teil, darunter Professor*innen anderer HAWs und Universitäten, Doktorand*innen der Pflegewissenschaft, Bachelor- und Masterstudierende und Vertreter*innen der Pflegepraxis. Als Best-Practice-Beispiel für die Kooperation zwischen Hochschule und Praxis stellte Prof. Dr. Michael Simon von der Uni Basel die Akademie-Praxis-Partnerschaften des Inselspital Bern und dem Institut für Pflegewissenschaft dar. Die Workshop-Ergebnisse sollen in ein Anschlussprojekt münden, welches Karrierepfade in die Pflegewissenschaft genauer untersucht und diesen steinigen Weg ebnet.
Nähere Informationen erhalten Sie bei der Projektleiterin katharina.lueftl@th-rosenheim.de oder idem.


Forschung

Neue internationale Fachzeitschrift: Frontiers in Rehabilitation Sciences
Prof. Dr. Birgit Prodinger zum Associate Editor ernannt
Anfang November wurde eine neue internationale Fachzeitschrift Frontiers in Rehabilitation Sciences lanciert (https://fro.ntiers.in/rehabilitation-sciences). Prof. Dr. Birgit Prodinger wurde hierfür als Associate Editor (Mitherausgeberin) ernannt. Die multi-disziplinäre, peer-review und open-access Zeitschrift versteht Rehabilitation als die Gesundheitsstrategie des 21. Jahrhunderts und hat als Ziel die Rehabilitationswissenschaften zu stärken, um so einen Beitrag zu besserer Gesundheit und Wohlbefinden von Menschen mit Einschränkungen in der Funktionsfähigkeit oder Behinderung zu leisten. Unter anderem sollen wissenschaftliche Arbeiten zu Rehabilitation in bestimmten Krankheitsgruppen, zu Behinderung und Inklusion, wie auch zu Rehabilitation als Teil eines Gesundheitssystems in dieser Zeitschrift veröffentlicht werden.

Teilprojekt "Beratung" im Gesamtprojekt DeinHaus4.0
Oberbayern nimmt Dialog mit regionaler Fachöffentlichkeit auf
Die meisten von uns möchten im Alter möglichst lange daheim leben, kennen jedoch kaum Techniklösungen, die dies fördern und haben ein gewisses Unbehagen gegenüber digitalen Assistenztechnologien. Professionelle Beratung ist deshalb ein wichtiges Instrument, um technische Innovation und Menschen zusammenzubringen. Das Teilprojekt „Beratung“ im DeinHaus 4.0 – Oberbayern unter
Leitung von Prof. Dr. Katharina Lüftl geht in einem ersten Schritt der Frage nach, welche Beratungserfahrungen in der Region Rosenheim bereits vorliegen. Zum Austausch darüber fand am 22. Oktober 2020 ein gemeinsam mit Dr. Gitte Händel von der Gesundheitsregion Plus organisiertes, virtuelles Treffen statt. Mit dabei waren zahlreiche Vertreter*innen von Beratungsorganisationen wie Wohlfahrtsverbänden, Kranken- und Pflegekassen, kommunalen Einrichtungen, der Architektenkammer, gemeinnützigen Initiativen und privaten Pflegeanbietern. Dabei gewährte Prof. Dr. Sabine Ittlinger Einblick in das Gesamtprojekt „DeinHaus4.0-Oberbayern“. Prof. Lüftl und die wissenschaftliche Mitarbeiterin Carola Nick stellten das partizipative Forschungsdesign vor. Ziel ist es Beratungsinterventionen unter Mitwirkung der Berater*innen so zu konzipieren, dass diese gezielt an bestehenden Beratungsangeboten anknüpfen und dadurch eine besondere Praxistauglichkeit unter Beweis stellen. Ein erster Austausch zu den regionalen Erfahrungen wurde im Rahmen einer Workshop-Phase eingeleitet. Als positives Fazit bleibt festzuhalten, dass alle Teilnehmenden ihre breite Erfahrung und ihre Ideen großzügig geteilt haben - eine hervorragende Ausgangsbasis für das Teilprojekt!

MOBILE-PHY2
Untersuchung von Wirksamkeit und Sicherheit des in der ersten Projektphase (MobilE-PHY) entwickelten Versorgungspfades
Aufbauend auf dem Projekt MobilE-PHY („Physiotherapeutische Interventionen für ältere Menschen mit Schwindel und Gleichgewichtsstörungen“) startete zum 1.6.2020 das Projekt MOBILE-PHY2.
Ziel des Projekts ist die Untersuchung von Wirksamkeit und Sicherheit des in der ersten Projektphase entwickelten Versorgungspfades in einer cluster-randomisierten Studie mit Hausarzt- und Physiotherapiepraxen, sowie ambulanten Pflegediensten in der Region Südostbayern und in der Region Dresden. Das Projekt wird mit fast 1,1 Millionen Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert. 
Projektleiter sind Prof. Dr. Martin Müller und Prof. Dr. Petra Bauer, wissenschaftliche Mitarbeiterin ist Stefanie Skudlik, MSc. Kooperationspartner sind neben dem Bereich Allgemeinmedizin der TU Dresden (Prof. Dr. Antje Bergmann, Dr. Karen Voigt) unter anderem die Schön-Klinik Bad Aibling (Prof. Dr. Klaus Jahn), LMU München (Biometrie: Prof. Dr. Ulrich Mansmann, Gesundheitsökonomie: Dr. Lars Schwettmann), TU München (Bewegungswissenschaften: Prof. Dr. Joachim Hermsdörfer).
Das Projekt ist Teil des BMBF-geförderten Münchener Netzwerk Versorgungsforschung. Nähere Infos zum Projekt hier.

HEICO
Heime in der COVID-Krise
Mit den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die stationäre Altenhilfe befasst sich im Projekt HEICO (Heime in der COVID-Krise) eine Arbeitsgruppe aus den Hochschulen bzw. Universitäten Lübeck, Fulda, Köln, Wuppertal, Oldenburg, Bielefeld, Witten-Herdecke, Magdeburg, Halle (Saale). Die TH Rosenheim ist mit Prof. Dr. Martin Müller beteiligt. In leitfadengestützten Telefoninterviews sollen Herausforderungen, Maßnahmen und Konsequenzen identifiziert werden, die sich aufgrund der COVID-19 Pandemie in Einrichtungen der stationären Altenpflege ergeben haben.
Nähere Infos zu weiteren Projekten aus dem Bereich Pflegewissenschaft und anderer Fächer der Fakultät GSW finden Sie auf den Seiten von F&E

Think Lab - Neustart! Reformwerkstatt für unser Gesundheitswesen
Finanzierung eines zukunftsfähigen Gesundheitssystems am 03./04. September 2020 in Berlin
Beim fünften Think Lab der „Reformwerkstatt für unser Gesundheitswesen“ der Robert Bosch Stiftung und der Hertie School suchten Expertinnen und Experten nach Wegen, das deutsche 
Gesundheitssystem nachhaltig und gerecht zu finanzieren. Zu diesem Think Lab wurde auch Prof. Dr. Franz Benstetter als Gesundheitsökonom und Experte für Finanzierungs- und Vergütungssysteme im Gesundheitswesen eingeladen, um neben seinen Forschungsergebnissen auch seine operativen Erfahrungen in der Implementierung von Pay-for-Performance Modellen und Regionalbudgets (mit pauschaler Vergütung pro versicherter Person) einzubringen. Die Initiative der Robert Bosch Stiftung „Neustart! Reformwerkstatt für unser Gesundheitswesen“ soll Raum und Möglichkeiten eröffnen, eine Weiterentwicklung und Neuordnung der Gesundheitsversorgung zu skizzieren, um den zukünftigen Herausforderungen zu begegnen. Erste Ansätze der Arbeitsgruppen, die beispielsweise innovationsfördernde, modulare Vergütungssysteme und morbiditätsorientierte Regionalbudgets mit einer integrierten, Sektoren übergreifenden und gestuften Bedarfsplanung beinhalten, sollen in einem weiteren Think Lab zum Thema „Governance“ weiterentwickelt werden. Weitere Informationen: https://www.neustart-fuer-gesundheit.de/bei-allen-beteiligten-muss-ein-umdenken-einsetzen

Publikation "Musterverträge für das Krankenhaus"
2. Auflage des von Prof. Schloßer herausgegebenen Praxishandbuchs erschienen
Das bereits 2014 in der Erstauflage von Prof. Dr. iur. Philipp Schloßer erfolgreich herausgegebene Praxishandbuch der Bayerischen Krankenhausgesellschaft e.V. (BKG) „Musterverträge für das Krankenhaus“ wurde nun aufgrund zahlreicher Gesetzesänderungen und neuer Rechtsprechung in einer 2. Auflage vollständig überarbeitet und durch viele, neue Muster erweitert.
In einem Krankenhaus als Wirtschaftsbetrieb besteht aufgrund der sehr unterschiedlichen Aufgabenbereiche ein hoher Bedarf an juristischen Vertragsmustern, Formulierungshilfen und Mustertexten. Gerade das breite Spektrum an notwendigen Texten stellt das Krankenhaus vor besondere juristische Herausforderungen. Das Praxishandbuch schafft hier Abhilfe. Erfahrene Praktiker stellen die für einen Krankenhausbetrieb erforderlichen Muster in der notwendigen Bandbreite zur Verfügung. Das Werk erleichtert damit den Verantwortlichen der Krankenhäuser deutlich die Erstellung von juristischen Texten, ohne hierfür zwingend eigene Texte entwickeln zu müssen oder auf andere verfügbare Muster ohne konkreten Bezug zum Krankenhauswesen zurückgreifen zu müssen.

So finden sich in dem Werk Muster für Dienstanweisungen (z. B. zum „Umgang mit Belohnungen, Geschenken oder sonstigen Vorteilen“ oder zu „Fixierungen oder sonstigen freiheitsentziehenden Maßnahmen“), Musterschreiben (z. B. „Bestellung eines Hygienebeauftragten“ oder „Anregung einer Betreuerbestellung“), Muster für das Gerichtsverfahren (z. B. „Sozialgerichtliche Klage bzw. Klageerwiderung“ oder eine „Amtsgerichtliche Musterklage zur Verfolgung zivilrechtlicher Ansprüche“), sonstige Mustertexte (z. B. „Ausschreibung einer Belegarzttätigkeit“), sowie zahlreiche Vertragsmuster (z. B. für „medizinische Wahlleistungen“, „Aufbereitung von Medizinprodukten“ oder zur „Überlassung von Arbeitnehmern“). Als elektronisches Zusatzmaterial stehen die Mustertexte dem Leser natürlich auch zum Download zur Verfügung.
Roundtable 2020 der Stiftung Münch
Regionale Gesundheitsbudgets für eine ganzheitliche Versorgung?

Die strikte Trennung der Vergütung von ambulant und stationär erbrachten Leistungen verhindert eine sektorenübergreifende Optimierung der Gesundheitsversorgung und damit auch eine Erhöhung der Effizienz des Gesamtsystems. Diese ist jedoch dringend erforderlich, wenn eine Rationierung von Leistungen vermieden werden soll. Sollten regionale Gesundheitsbudgets als bessere Vergütungsform das DRG-System ablösen? Was sind die Voraussetzungen, damit sie funktionieren und wie können sie eingeführt werden? Darüber diskutierten die Teilnehmer des Luncheon Roundtables der Stiftung Münch am 26.05.2020, der zum ersten Mal online durchgeführt wurde. Neben Prof. Dr. Franz Benstetter, der auch als Vortragender zum Roundtable eingeladen war, nahmen noch folgende weitere Expertinnen und Experten teil: Dr. Michael Brinkmeier, Vorstandsvorsitzender, Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe, Dr. Patricia Ex, Geschäftsführerin, Bundesverband Managed Care e. V, Dr. Axel Fischer, Geschäftsführer, München Klinik, Dr. h.c. Helmut Hildebrandt, Vorstandsvorsitzender, OptiMedis AG, Dr. Wolfgang Krombholz, Vorstand KVB, Dr. Michael Lauerer, Universität Bayreuth, Dr. Alexander Steinmann, Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege, Dr. Andreas Tiete, Geschäftsführer Klinikum Ingolstadt GmbH, Dr. Nikolai von Schroeders, Geschäftsführer Deutsche Gesellschaft für Medizincontrolling e.V., Johannes Wolff, Referatsleiter Krankenhausvergütung, GKV-Spitzenverband sowie von der Stiftung Münch Professor Boris Augurzky, Eugen Münch, Professor Bernd Griewing, Dr. Johannes Gruber und Annette Kennel. 
Das DRG-System ist in die Jahre gekommen, waren sich die Teilnehmer der Diskussionsrunde einig. Eine Neuregelung der Vergütung von Gesundheitsleistungen ist dringend nötig. Dazu beigetragen hat nicht zuletzt, dass mit dem Jahr 2020 die Pflegepersonalkosten aus den DRGs herausgenommen wurden und seitdem direkt durch die Krankenkassen finanziert werden müssen – mit weitreichenden Folgen. „Die bestehenden Finanzierungssysteme folgen nicht mehr den tatsächlichen Entwicklungen der Medizin“, resümierte ein Diskussionsteilnehmer und betonte, dass es an der Zeit für einen Systemwechsel sei. Eine Alternative können regionale Gesundheitsbudgets, sogenannte „Capitationmodelle“, sein: Eine Region erhält ein festgelegtes Budget für die Versorgung der Bevölkerung, unabhängig davon, wo und wie diese stattfindet. Dadurch entsteht ein Anreiz, dass statt durch eine Erhöhung der Leistungen der Fokus auf der Vermeidung unnötiger Behandlungen und auf Gesundheitsprävention gelegt wird. 
In mehreren Ländern werden regionale Gesundheitsbudget bereits eingesetzt. In einer aktuellen Studie (Benstetter at al. 2020) wurden einige davon analysiert und Voraussetzungen für eine Implementation in Deutschland abgeleitet. Prof. Dr. Benstetter und Dr. Lauerer, die neben Daniel Negele und Dr. Schmid (Bayreuth) die Studie durchgeführt hatten, stellten die Erfahrungen aus der spanischen Region Valencia und der Schweiz sowie die Implikationen daraus für Deutschland vor.
Die Erkenntnis der Bedeutung einer regional koordinierten Gesundheitsversorgung trägt dazu bei, dass der Zeitpunkt für die Einführung regionaler Budgets günstig ist. Die Teilnehmer des Roundtables waren sich einig, dass mit den bestehenden Finanzierungssystemen nicht die – politisch gewollte – Ambulantisierung der Medizin umgesetzt werden könne. Ein Teilnehmer betonte: „Es zeigt sich der Mangel an Verantwortlichkeiten, wir wissen nicht, welches Krankenhaus für welchen Patienten zuständig ist und wer wo behandelt wird.“ Gerade im ländlichen Bereich existieren für die Sicherstellung der Versorgung verschiedene konkurrierende gesetzlich definierte Verantwortlichkeiten. „Das stellt die Versorgung nicht sicher und schreit nach einer Lösung“, so der Teilnehmer. Er sah deshalb den Zeitpunkt als ideal, um Subsidiarität, Capitation und Eigenverantwortlichkeit in die Praxis umzusetzen. 
Durch die Corona-Krise haben zudem digitale Angebote einen enormen Aufschwung erfahren: Telemedizinische Konsultationen werden verstärkt wahrgenommen, Arbeitsunfähigkeitsbestätigungen dürfen ohne Arztbesuch ausgestellt werden, Apps zur Kontrolle von Symptomen werden eingesetzt. Die Digitalisierung ist, wie sich aus den Erfahrungen mit regionalen Gesundheitsbudgets in anderen Ländern zeigt, ein wichtiger Erfolgsfaktor für deren Gelingen. Damit sind nun auch in dieser Hinsicht gute Voraussetzungen geschaffen. 
Ein kompletter Systemwechsel wird nicht gelingen – diese Einschätzung teilten die Teilnehmer der Diskussion. Deshalb sollten in einer Übergangsphase beide Finanzierungsmodelle parallel laufen. „Wir müssen das alte und das neue System nützen und über die Akzeptanz gehen“, so ein Diskutant. Dabei sei es wichtig, dass nicht nach einer Lösung gesucht werde, die für die nächsten 100 Jahre Bestand hat: „Wir müssen mit risikobereiten Entrepreneuren anfangen und wir brauchen hochflexible Lösungen, die sich austarieren können.“ Die Einführung der regionalen Gesundheitsbudgets sollte in ländlichen Gegenden beginnen und bei Erfolg ausgebaut werden.
Sehen Sie bitte auch https://www.stiftung-muench.org/regionale-gesundheitsbudgets-fuer-eine-ganzheitliche-versorgung/  sowie https://www.medhochzwei-verlag.de/Shop/ProduktDetail/prospektive-regionale-gesundheitsbudgets-978-3-86216-618-3

Publikation "Innovationsfonds - Transfer in die Regelversorgung" (medhochzwei Verlag)
Release Event am 27. November 2020

Im Januar 2021 erscheint im medhochzwei Verlag (Hrsg. Prof. Dr. Stefanie Scholz und Roland Engehausen) eine umfassende Publikation, die sich anhand verschiedener Artikel mit dem Innovationsfonds, insbesondere mit dem Transfer in die Regelversorgung beschäftigt. Dabei wird eine Zwischenbilanz der Projekte im Innovationsfonds gezogen. Gleichzeitig werden auch Best Practice-Beispiele und Handlungsempfehlungen aufgezeigt.
Prof. Dr. Franz Benstetter wurde gebeten mit einem Artikel mit dem Thema „Entstehung und Transfer von innovativen Managed Care Modellen: Internationale Erfahrungen und Fallbeispiele“ seine internationale Erfahrung in der Implementierung von innovativen Managed Care Lösungen beizusteuern. Aufgrund seiner Expertise in der Versorgungsforschung und in neuen Versorgungsformen wurde Prof. Dr. Franz Benstetter zudem im März 2020 durch den Gemeinsamen Bundesausschuss in den Expertenpool des G-BA-Innovationsausschusses berufen und ist durch seine Gutachtertätigkeit auch bestens mit der aktuellen Situation, den Chancen und Herausforderungen des Innovationsfonds vertraut. In dem Buchbeitrag zeigt Franz Benstetter gemeinsam mit seinen Co-Autoren Lars Erdmann, Stefan Kottmair und Daniel Negele internationale Fallbeispiele mit ihren Effizienz- und Qualitätspotentialen auf. Auch wenn jedes Gesundheitssystem für sich komplex ist und somit keines der Beispiele eine 1:1-Übertragung auf das deutsche Gesundheitssystem erlaubt, ist die Frage nach adäquaten Innovationsanreizen für eine zukunftsgerichtete Gesundheitsversorgung von zentraler Bedeutung. Die betrachteten internationalen Fallbeispiele zeigen trotz ihrer Unterschiedlichkeit, dass auch ein Pioniergeist in regulierten Gesundheitsmärkten Top-Down-Rahmenbedingungen benötigt, um Beharrungsstrukturen zu überwinden und eine moderne Versorgung zu ermöglichen.
Prof. Franz Benstetter konnte im Rahmen des Release Events am 27. November die Ergebnisse des internationalen Vergleichs sowie einen Ausblick auf mögliche Lösungsansätze im deutschen Gesundheitssystem in einem Kurzvortrag vorstellen. Die öffentliche Pressekonferenz (ebenfalls virtuell) durch die Herausgeber und durch den Verlag findet am 21. Januar 2021 statt.



Weitere Informationen dem Bereich Gesundheit und Soziales finden Sie auf den Seiten des
Zentrums für Forschung, Entwicklung und Transfer


Vorträge

Benstetter F. (2020): Vortrag zum Themenbereich „Entstehung und Transfer von innovativen Managed Care Modellen: Internationale Erfahrungen und Fallbeispiele“ im Rahmen des Release Events zur Publikation „Innovationsfonds – Transfer in die Regelversorgung“ (medhochzwei Verlag), November 2020 (remote)

Benstetter F. (2020): Vortrag zum Themenbereich „Vernetzte neue Welt: Chancen und Tücken“, Europäischer Gesundheitskongress, München, Oktober 2020

Benstetter, F. (2020): Think Lab „Reformwerkstatt zur nachhaltigen Finanzierung des Gesundheitswesens“ der Robert Bosch Stiftung, Berlin, September 2020

Horstmannshoff, C., Servaty, R., Jahn, E., Müller, M. (2020): Evaluation des Nutzens eines humanoiden Serviceroboters als komplexe Intervention in Testszenarien im Seniorenheim. Postervortrag. 3. Clusterkonferenz "Zukunft der Pflege", Nürnberg, 16.&17.09.2020

Link F.; Horstmannshoff C.; Müller M.; Lüftl K. (2020): Zwischenergebnisse aus dem Projekt HiPo Health – High Potentials for Healthcare Studies. Vortrag beim Workshop „Partnerschaften zur Förderung von wissenschaftlichem Nachwuchs in der Pflege“. TH Rosenheim am 18.9.2020 (virtuell)

Müller, M. (2020): Don’t believe the Hype! Wie steht’s um die Roboter in der Pflege tatsächlich? Vortrag. Crossfunctional Conference - Corporate Digital Responsibility und Digitale Ethik, Rosenheim, 30.10.2020 

Thalhammer, R., Skudlik, S., Nguyen, N., Beutner, K., Servaty, R., Meyer, G., Müller, M. (2020): Prozessevaluation einer komplexen Intervention zur Verbesserung von sozialer Teilhabe und Aktivität von älteren Menschen mit Gelenkkontrakturen in Pflegeheimen: Erste Ergebnisse einer Cluster-randomisierten kontrollierten Studie. Vortrag. Deutscher Kongress für Versorgungsforschung 2020, Berlin, 30.09 - 02.10.2020.

Schloßer, Ph. (2020): Vortrag „Grundlagen der Gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung“, interne Fortbildung der Zentralstelle zur Bekämpfung von Betrug und Korruption im Gesundheitswesen in Bayern, Generalstaatsanwaltschaft Nürnberg, Oktober 2020

Schloßer, Ph. (2020): Vortrag „Korruptions-Risiken - Die Grundzüge aller relevanten Korruptionsdelikte des StGB“, im Rahmen des Fortbildungslehrgangs "Compliance & Integrity Officer (Univ.),  Viadrina Compliance Center, November 2020


Veröffentlichungen

Benstetter F., Schirmer D. (2020): Inkorrekte Abrechnungen und Betrug und Missbrauch in internationalen Kranken- und Pflegeversicherungsmärkten: Ausmaß, Lösungsansätze und Implikationen für Deutschland, in: C. Frenzel (Hrsg.), Betrugserkennung in der Krankenversicherung: Inputgeber für die Praxis VVW-Verlag, Die Versicherungswirtschat (2020)  

Benstetter F.,
Schirmer D. (2020): Fehlverhaltenserfassung und -bekämpfung in der GKV: Status Quo und zukünftige Optionen, in: C. Frenzel (Hrsg.), Betrugserkennung in der Krankenversicherung: Inputgeber für die Praxis, VVW-Verlag, Die Versicherungswirtschat (2020)

Lüftl K.
; Schmidt E. (2020): Physiotherapie und Pflege: Schlüsselprobleme interprofessioneller Kooperation bewältigen. In: Kerres A.; Wissing C.; Wershofen B. (Hg.): Skillslab in Pflege- und Gesundheitsfachberufen. Berlin: Springer, 127-141. https://www.springer.com/de/book/9783662619278?gclid=CjwKCAiAt9z-BRBCEiwA_bWv-C3L4MdSpJ28436eLJlWXC1ArWxUV9KlNB0lVwOUT9-gYwGGGIvq4hoCj_gQAvD_BwE#aboutAuthors

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